Für wen ist glutenfreie Ernährung notwendig?

“Gluten ist für jeden Menschen schädlich! Aber nicht jeder Mensch wird krank.” , sagt Professor Fasano, einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet.

 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Zöliakie und Glutensensitivität.

Zöliakie:

Zöliakie ist eine entzündliche Autoimmunreaktion, bei der das Immunsystem die eigenen Darmzellen angreift. Die Darmschleimhaut wird dabei stark beschädigt, wodurch es zu heftigen Beschwerden kommt, die eine normale Verdauung unmöglich machen. Genetische Veranlagung spielt dabei die entscheidende Rolle. Die einzige Therapie besteht in einer lebenslangen glutenfreien Ernährung. Dadurch lassen sich alle Symptome zurückentwickeln.

Glutensensitivität:

Hier sind die entscheidenden Gene, die zur Zöliakie führen, nicht aktiv. Trotzdem stört der erhöhte Stress im Immunsystem die normalen Abläufe im Darm.

Folgende Beschwerden können auftreten:

  • Verdauungsprobleme
  • Schmerzen im Magendarmbereich
  • Taubheitsgefühle in Händen und Füßen
  • Migräne
  • Konzentrationsschwäche
  • Depressionen
  • Blutarmut
  • Chronische Erschöpfung

Bei glutenfreier Ernährung verschwinden diese Probleme meist innerhalb kurzer Zeit.

 

Welche Nahrungsmittel sind glutenhaltig?

Gluten ist der Oberbegriff für Klebereiweiße, die in unseren typischen (Brot)Getreidesorten, wie Weizen, Roggen, Dinkel und Gerste enthalten sind.

Bei der glutenfreien Ernährung sind grundsätzlich zu meiden: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern, Dinkel und Urkornarten wie Kamut® (Khorasan-Weizen) , Emmer, Ur-Korn und Einkorn. Sowie alle Produkte die Teile davon enthalten.

 

Glutenfreie Getreide und Pseudogetreide sind:

Reis, Mais, Wildreis, Hirse, Teff, Braunhirse, Süsslupine, Buchweizen, Amaranth, Quinoa, mittlerweile gibt es auch glutenfreie Haferprodukte.

Glutenfreie Getreide dürfen nie auf einer Getreidemühle gemahlen werden, mit der auch glutenhaltiges Getreide gemahlen wird. Es reichen schon Spuren aus, um Beschwerden zu verursachen. Garantiert glutenfreie Produkte erkennt man an dem dafür speziell entwickelten Zeichen, das auf der Verpackung gut sichtbar angebracht ist.